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Fibromyalgie – ist behandelbar!

Wenn Schmerzen den ganzen Körper befallen, wird häufig die Diagnose „Fibromyalgie- Syndrom“ gestellt. Die Diagnose „Fibromyalgie“ ist ein vernichtendes Urteil, denn es gibt angeblich keine ursächliche Therapie. Es gibt noch nicht einmal ein richtiges Diagnosemittel. CT, MRT, Röntgen, Labor… nirgendwo können Hinweise auf die Erkrankung entdeckt werden. Auch einheitliche Diagnosekriterien gibt es nicht, sondern der Befund wird durch Ausschlussdiagnostik gestellt.

Keiner sollte die Diagnose Fibromyalgie so hinnehmen

Häufig wird eine starke psychische Komponente der Krankheit unterstellt. Inwieweit psychische Faktoren das Krankheitsgeschehen verursacht haben oder aber mehr oder weniger natürliche Folge der Beschwerden sind, ist dabei sehr fraglich.

Die Patienten werden mit Schmerzmitteln, Antidepressiva, Antiepileptika und Opiaten behandelt.

Keiner sollte diese Diagnose hinnehmen, ohne sich vorher auf Triggerpunkte untersuchen zu lassen. Die meisten Betroffenen haben Triggerpunkte, die für einen Großteil der Schmerzen verantwortlich sind. Diese Triggerpunkte der Muskeln sind nicht Symptom, sondern häufig die Hauptursache der Schmerzen, die sich auch über den ganzen Körper ausbreiten können.

„Myofasziales Schmerzsyndrom“ mit Ganzkörperschmerz ist dann die richtige Diagnose und dafür gibt es eine erfolgversprechende Therapie.

Mit der modernen Ultraschall-Elastografie können wir die Triggerpunkte und damit Ihre Schmerzen sichtbar machen. Triggerpunkte können teilweise auch manuell gefühlt und gefunden werden, eine umfassende Behandlung ist jedoch in diesen schweren chronischen Fällen nur mit Triggerpunkte-Stoßwellen-Therapie möglich.

Triggerpunkte sind nicht Symptom sondern Ursache

Die Patienten leiden oft jahrelang unter vielfältigsten Symptomen:

  • Chronische Schmerzen im Muskel- und Skelettsystem mit wechselnder Intensität, Qualität und Lokalität
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung sowie eine geringe Belastbarkeit (subjektiv oft das Hauptsymptom!)
  • Erhöhte Reizbarkeit und Überempfindlichkeit aller Sinne
  • Psychische Störungen, Schlafstörungen, Depressionen
  • Darmsymptome, Reizblasensymptome
  • Kalte Hände und Füße
  • Wechselnde Organbeschwerden
  • Empfindungsstörungen
  • Kopfschmerzen, „Nebelgefühl“, Konzentrationsstörungen, Zittern
  • Seh- und Hörstörungen, trockene Augen u.v.m.

Seit 1990 gibt es – vom American College of Rheumatology– offizielle Klassifikationskriterien:

  1. Schmerzen in drei Körperregionen oder mehr. Dazu gehört zwingend ein Teil oder der ganze Rücken (HWS und/oder BWS und oder LWS) oder der Brustkorb vorne. Außerdem müssen zwei weitere Körperregionen schmerzen: Arm und Bein sowohl links/rechts als auch oberhalb und unterhalb der Taille.
  2. Schmerzen an 11 von 18 Stellen bei digitaler Palpation. Ein sog. „Tender-Point“ muss bei der Palpation schmerzhaft sein, nicht nur „empfindlich“!
  3. Gleichzeitig sollten andere Erkrankungen ausgeschlossen sein, die die Beschwerden erklären würden!
  4. Dabei gilt: KEINE DIAGNOSE DER FIBROMYALGIE OHNE TRIGGERPUNKTE

Zudem wird darauf hingewiesen dass z. B. dauerhafte Entzündungszeichen, klare Veränderungen in Röntgenbildern etc., Fieber, Lähmungen, Muskelschwäche, Schmerzen in den Gelenken, sichtbare Rötung, Überwärmung, Formveränderungen von Muskeln oder Gelenken als Beweis dafür angesehen wird dass keine Fibromyalgie vorliegt.

Säure-Basen-Haushalt

Der menschliche Organismus ist gezwungen, zur optimalen Balance seiner Stoffwechselvorgänge und Enzymleistungen die pH-Werte sowohl im zellulären Bereich (Blut, Organstrukturen) als auch im Bereich der Gewebsflüssigkeiten genau zu regulieren. Während der Körper den pH-Wert im Blut konstant halten kann, führen in den Körperzellen sowie in den Gewebsflüssigkeiten Säureansammlungen zu einer chronischen Übersäuerungsbelastung und einer verminderten Pufferkapazität der Zellgewebe.

In übersäuerten Zellstrukturen sind die enzymatischen Vorgänge nicht mehr optimal gewährleistet und die wichtigen Ionen-Zyklotron-Ströme, die zwischen Zellen und ihrer Umgebung fließen, gehemmt. Dies führt zu einer Stoffwechselverschlechterung und einem Energiedefizit. Bei stärkerer Ausprägung der Säure-Basen-Dysbalance besteht schließlich eine Entartungsgefährdung, also ein erhöhtes Krebsrisiko. Es hat sich gezeigt, dass bei Fibromyalgie-Patienten häufig die Basenpufferreserven erschöpft sind, sodass eine Zufuhr mittels Infusion indiziert ist. Die Säure-Basen-Analyse ist daher bei uns zum Standard bei der Fibromyalgie-Diagnostik geworden.

Stoffwechsel und Immunsystem

In einigen Fällen muss auch nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Blut gefahndet werden, um eventuell vorhandene Antikörper gegen tierische oder pflanzliche Nahrungsbestandteile aufzuspüren. Eine besondere Beachtung findet in letzter Zeit die Untersuchung auf das sogenannte Leaky-gut-Syndrom in der Diagnostik der Fibromyalgie: Als Folge von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen können Spalten in der Darmschleimhaut entstehen, die zu einer vermehrten Durchlässigkeit der Darmwand im Dünndarmbereich führen. Dadurch kommt es wiederum zu einer Überlastung der Leber mit Schadstoffen und Toxinen, pathologisch erhöhten Leberwerten, vermehrten Entzündungsreaktionen und chronischen Erschöpfungszuständen, einem häufigen Symptom bei Fibromyalgie-Patienten.

Aktivität des vegetativen Nervensystems

Eine ebenfalls wichtige Untersuchung in der Diagnostik des FMS ist die Messung der Aktivität des vegetativen Nervensystems anhand der Herzfrequenz-Variabilitäts-Untersuchung. Dabei wird anhand der Aktivität von Sympathikus und Parasympathikus der vegetative Status eines gesunden oder eben kranken Menschen gemessen. Wir verwenden dazu Nerv-Express, ein nichtinvasives, computergesteuertes System. Nähere Informationen zum Testverfahren finden Sie hier.